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| Lukman Edi, Hanif Dhakiri, Jasper Veen, Hubertus von Welck, K.H. Abdurrahman Wahid, Lord John Alderdice, Dr. Rainer Adam (vlnr) |
Neben Lord Alderdice nahmen Jasper Veen, Generalsekretär von LI, sowie Hubertus von Welck, Regionalbüroleiter der Region Südost- und Ostasien der Friedrich-Naumann-Stiftung am Programm teil. Nach einem Besuch im nationalen Parlament (DPR), wo Lord Alderdice vom Vize-Vorsitzenden, Muhaimin Iskander (auch Parteivorsitzender der PKB) begrüsst wurde, standen Gespräche mit Politikern und Parlamentariern verschiedener Fraktionen und Parteien, im Mittelpunkt der Gespräche. Ex-Präsident Abdurrahman Wahid, empfing Lord Alderdice, im Hauptquartier seiner Partei (Nation Awakening Party, PKB). Die Diskussion konzentrierte sich auf die Bedeutung von Toleranz und Pluralismus in einer modernen Demokratie. Alle Beteiligten sprachen sich gegen den Einsatz von Gewalt und terroristischen Einschüchterungsversuchen und für den friedlichen, politischen Dialog aus. Die Veranstaltung fand ein reges Medienecho. Auch mit hochrangigen Politikern der Oppositionspartei PDI-P (Indonesische Demokratische Partei), von Ex-Präsidentin Megawati, traf die Delegation zusammen. Im Fraktionsraum der PDI-P im Parlament wurde gemeinsam mit Abgeordneten der Partei über nationale Strategien zur Überwindung von Arbeitslosigkeit, der Staatsverschuldung sowie friedlicher Konfliktbewältigung beraten.
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| Lord Alderdice bedankt sich bei K.H. Abdurrahman Wahid fuer den herzlichen Empfang |
Gemeinsam mit Vertretern moslemischer Organisationen sowie Fachleuten aus dem Bereich Islam wurde im Rahmen eines runden Tisches über den Islam und seine politischen Forderungen diskutiert. Eine wichtige Herausforderung für den modernen Nationalstaat stellen die Bestrebungen von konservativen Muslimen dar, säkulares Recht durch religiös basiertes, göttliches Recht zu ersetzen. Hasyim Muzadi, der Vorsitzende der weltweit grössten moslemischen Massenorganisation (Nahdlatul Ulama, NU), mit mehr als 40 Millionen Mitgliedern, stellte heraus, dass der Islam in der Gesellschaft wirken müssen, sich aber nicht von politischen Kräften instrumentalisieren lassen dürfe. Hasyim sprach sich für einen breiten Dialog aus. Dieser solle auch den Vatikan und die Europäischen Gemeinschaft einschliessen. Fundamenatlistische Gruppen oder Ideen hätten in NU keine Basis. Die meist jüngeren Vertreter aus Aktionsgruppen, die sich für einen offenen und ehrlichen Dialog einsetzen, sprachen sich gegen alle diejenigen Kräfte aus, die nur eine einzige Interpretation und Ausformung der Religion gelten lassen wollen. Sie stellten sich bedingungslos auf die Seite von Toleranz und Pluralismus.
Dr. Rainer Adam, Stiftungsvertreter, Jakarta
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