surF - Liberales im Netz
surF liefert Woche für Woche liberale Fundstücke aus dem Internet. Davon gibt es mehr als man denkt, vom flammenden Bloggerstatement bis zum stringent argumentierenden Leitartikel, vom Freiheitsvideo bis zur bissigen Karikatur.
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Der Kampf gegen Alkohol auf unseren Straßen tobt unablässig, der gegen Rauch aus dritter Hand beginnt, Liberale bekennen sich zu politischen Jugendsünden ("Ich war in den Jungen Union!", "Ich war Pubertätslinker!"). Dies und mehr in der ersten surF-Ausgabe des Jahres.
Zum Jahresende hat eine Branche immer besonders Konjunktur – die der Wahrsager und Prognostiker. Ihr Glück ist es, dass kaum jemand 12 Monate später ihre Weissagungen überprüft, denn vielfach werden die Prognosen derart schwammig formuliert, dass sie stimmen – egal was passiert.
Darf’s ein bisschen mehr sein? So manche Krise ist als Apokalypse verkauft worden, dies passiert gerade in Bezug auf die Weltwirtschaft. Wenn die schon keine ordentliche Konjunktur hat, dann wenigstens die Apokalyptiker, die ihren Untergang voraussagen, meinen Malte Lehming und andere.
"Die Akten einer Diktatur sind die Apotheke gegen Nostalgie", sagt Joachim Gauck, "Kapital ist, bildlich gesprochen, eine Brücke zu zukünftigem Konsum", meint Michael Kastner und Olaf Gersemann vergleicht, wie gut derzeit Marx und Hayek über die Ladentheke gehen.
Die Süddeutsche Zeitung entdeckt den Neoliberalismus für sich, eine deutsche Nobelpreisträgerin sagt als Naturwissenschaftlerin klare und grundsätzliche Worte zur Politik, nach Jungunternehmern gibt jetzt auch Jüngstunternehmer, die als Leistungsträger aber vielleicht bald in die Schweiz auswandern.
Probleme mit dem Rechtsbewusstsein gibt es nicht nur bei Schwarzfahrern, die ihr Tun fälschlicherweise häufig für eine harmlose Ordnungswidrigkeit halten. Die Erkenntnis des Rechts macht auch Polizisten und Bundespräsidentenkandidaten Probleme.
"Eine Bildungsrepublik kann am Mittagessen scheitern", sagt Lord Ralf Dahrendorf, Michael Miersch empfiehlt statt Windräder Förster zu exportieren und in Neuseeland stehen Liberale vor der Regierungsbeteiligung.
Endlich - der Präsident ist gewählt. Endlich können die Schwerter des Wahlkampfs abkühlen. Und endlich kann man sich wieder ein wenig mehr, was die USA und ihr Verhältnis zu Europa anbelangt, mit den Fakten befassen statt mit den Köpfen.
Wohin man schaut, die Finanzkrise ist das Thema der Stunde. Im ZDF, bei Maybrit Illner, hieß es noch vor vier Wochen: "Weltwirtschaft am Abgrund" - nun ist die Weltwirtschaft noch immer nicht die Klippe heruntergefallen...