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50 Jahre FNSt

Aktivitäten in Lateinamerika

Viele lateinamerikanische Partner der Friedrich-Naumann-Stiftung gehen in der Gestaltung ihrer Strukturen und Managementansätze auf Reformkurs. Bei ihren Anstrengungen, die Professionalität und Effizienz ihrer Arbeit weiter zu steigern, unterstützt die Stiftung mit virtuellen Bil-dungs- und Informationsangeboten und fördert vor Ort die Modernisierung liberaler Parteien und Organisationen.

Die enge Kooperation der Friedrich-Naumann-Stiftung mit den Ländern Lateinamerikas und ihren liberalen Institutionen hat auch im Jahr 2005 viele neue Ansätze und Initiativen sowie einen gewaltigen Schritt zur Modernisierung vieler Organisationen bewirkt. Als Kommunikati-onsmedien haben sich neben zahlreichen Veranstaltungen und Dialogplattformen auch virtuelle Kommunikationskanäle bewährt.

Informationsportal für liberale Kommunalpolitik - Brasilien

Kommunale Praxis Online (KPO) ist ein virtuelles Informationsportal für liberale Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte aus dem brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul. Das Projekt wurde von der Stiftung in Kooperation mit ihrem langjährigen brasilianischen Partner IEA (lnstituto de Estudos Avancados) entwickelt und ist seit Februar 2005 0nline. Die Ziele der Initiative sind, über den interaktiven Informationstransfer eine wachsende Vernetzung liberaler Bürger-meister und Ratsmitglieder herbeizuführen, liberale Stadtund Gemeinderegierungen in ihrer konkreten Arbeit zu unterstützen und aktiv zum Ausbau digitaler Kommunikationsstrukturen beizutragen.

Das virtuelle Portal KPO gliedert sich in einen öffentlichen und diverse passwortgeschützte Bereiche. In Letzteren finden registrierte Nutzer neben Management-Instrumenten, Gesetzestexten und Förderrichtlinien vielfältige Beispiele, Lösungsansätze und Anregungen zur Ausgestaltung ihrer täglichen politischen Arbeit. Darüber hinaus bieten Experten bei inhaltlichen und technischen Fragen ihre Unterstützung und qualitativ hochwertige Assistenzfunktionen für Kommunalpolitiker an.

In allen Bereichen stehen einfache Tools zum interaktiven Austausch sowie zur Bildung von Interessens- und Kommunikationsgruppen bereit.

Der Erfolg des Internetportals hängt maßgeblich vom "Input" seiner Nutzer sowie von den In-formationen und Beiträgen der Tutoren ab. Über die mitgeführten Statistiken (Zahl der Zugriffe, der Chat-Teilnehmer, Downloads etc.) wird allerdings schon jetzt deutlich, dass das Interesse immens ist.

Neben der zeitnahen inhaltlichen Aktualisierung und technischen Anpassung von www.iea.org.br/praticamunicipal wird bereits an eine Ausweitung zur portalseitigen Integration von Web-Konferenzen gedacht.

Relial - Das liberale Netzwerk Lateinamerikas

Idee und Zweck des Ende 2003 auf Initiative der Stiftung gegründeten liberalen Netzwerkes "Relial" ist die Förderung von Kommunikation und Kooperation zwischen den wichtigsten liberalen Institutionen Lateinamerikas. Die offene und integrierende Struktur vereint politische Parteien, Bildungs- und Forschungszentren, Think Tanks, Stiftungen und libe-rale Jugendorganisationen.

Eingeweiht wurde das Netzwerk im November 2004 in San Jose, Costa Rica. Ein Jahr später ist die Bilanz von "Relial" durchweg positiv: Das Netzwerk verbindet unterdessen 31 Organisationen aus 12 Ländern des Subkontinents, verfügt mit www.relial.org über eine eigene Homepage und konnte gemäß der Analysen von Internetsuchmaschinen als eine der anerkanntesten Instanzen des lateinamerikanischen Liberalismus etabliert werden.

In Kooperation mit den "Relial"-Mitgliedern wurden in kurzer Zeit zahlreiche Initiativen und Veranstaltungen in Gang gesetzt. So konnte im April 2005 in Mexiko ein Workshop zum Thema "Fundraising" organisiert werden, in Deutschland fand ein Informationsprogramm zur Bekämpfung von Korruption statt und im Mai 2005 wurde im Rahmen des “53. Kongresses der Liberalen Internationalen", in Sofia/Bulgarien, gemeinsam mit dem "Council of Asian Liberals and Democrats" ein weiterer Workshop durchgeführt.

"Relial", die Friedrich-Naumann-Stiftung und viele andere liberale Partner übernahmen im Oktober 2005 gemeinsam das Sponsoring für zwei internationale Konferenzen in Zentralamerika: das Forum "Globalisierung, Demokratie und Armutsbekämpfung" in Tegucigalpa/Honduras, sowie die Regionalkonferenz "Freihandel, Zentralamerika und Nicaragua: Chancen für Entwicklung", in Managua/Nicaragua.

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in Honduras bot die Veranstaltung in Tegucigalpa Gelegenheit, die wesentlichen Themen für die Entwicklung des Landes und der Subregion Zentralamerika zu diskutieren. In den hochkarätigen Vorträgen liberaler Politik- und Entwicklungs-Experten aus der Region wurden exzessive staatliche Interventionen, Korruption und mangelnde politische Konsistenz als die Hauptverursacher zentralamerikanischer Armut und Unterentwicklung identifiziert.

Die zweite Veranstaltung beschäftigte sich mit der konfliktgeladenen Diskussion um das Freihandelsabkommen zwischen den USA und den zentralamerikanischen Staaten (CAFTA). Ziel war es, die Chancen und Herausforderungen, die der Freihandel für die bisher weitgehend abge-schotteten und wenig integrierten zentralamerikanischen Volkswirtschaften eröffnen könnte, deutlich zu machen. Redner aus zahlreichen lateinamerikanischen Ländern nutzten die Gelegenheit, um zentralamerikanische und nicaraguanische Politiker, Unternehmer und Meinungsführer für das Thema zu sensibilisieren und zur Vorbereitung entsprechender Schritte zu motivieren.

"Relial" wurde im November 2005 als kooperierendes Mitglied der Liberalen Internationalen (LI) aufgenommen. Otto Guevara, Präsidentschaftskandidat der Partei "Movimiento Libertario" (Costa Rica) und temporärer Vorsitzender von "Relial", ist seitdem kooptiertes Mitglied im Exekutivkomitee der LI.

Dem Liberalismus in der lateinamerikanisehen Politik und Öffentlichkeit mehr Gehör und Gewicht zu verschaffen ist das strategische Ziel von "Relial" in 2006. Die bisherigen Erfolge bieten hierzu eine gesunde Basis.

09.12.2008: Kuba – Cuba libre nach Fidel Castros Abgang?

10.12.2008: Boomtown Potsdam – Familienfreundlichkeit gewährleistet?

26.04.2009: Debattentraining - Diskussionstraining

Schaufenster Stiftung
Freiheitspreis 2008 für Mario Vargas Llosa
Die Frankfurter Paulskirche hat schon viele historische Zusammenkünfte erlebt. Die Verleihung des Freiheitspreises 2008 der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit an Mario Vargas Llosa war natürlich nicht die bedeutendste davon, aber eines zeichnete diesen Samstagmittag im November aus: Es war zu spüren, dass der Preisträger 1000 Freunde hatte im bis auf den letzten Platz besetzten Saal. Den ausführlichen Bericht samt Video finden Sie hier.