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Partner der Stiftung erhält Bundesverdienstkreuz

Professor Kim Chong-yang (l.) und Botschafter Dr. Norbert Baas
Dem Präsidenten der Hanyang Universität in Seoul, Professor Kim Chong-yang, wurde in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsch-koreanischen Beziehungen das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Botschafter Dr. Norbert Baas hob Kims Einsatz für die Bereiche Wissenschaft und Bildung hervor, aber auch die Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in den letzten zwanzig Jahren.

Zu seinen ganz wesentlichen Verdiensten gehöre der Aufbau des deutsch-koreanischen „ERICA“-Clusters, des Education Research Industry Cluster Ansan. Dieses Cluster verbinde, ähnlich wie die deutschen Kompetenznetze, in beispielhafter Weise Wissenschafts-, Wirtschafts- und Bildungsanliegen im Bereich der Ingenieur- und Materialwissenschaften. Entwickelt habe sich dank seiner Initiative eine sehr enge Zusammenarbeit mit mehreren renommierten deutschen Forschungseinrichtungen, zu denen auch ein Max-Planck-Institut und ein Fraunhofer-Institut gehörten. Damit sei „ERICA“ zum Vorreiter der Forschungsmarketing-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geworden, einer Initiative, die Ende letzten Monats erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Als das koreanische Bildungssystem in den neunziger Jahren einer tiefgreifenden Reform unterzogen wurde, habe er sich – gegen den damaligen Trend – für die Entwicklung sprachbezogener kulturwissenschaftlicher Europastudien mit dem Schwerpunkt deutschsprachiger Kulturraum eingesetzt. Seinem Einsatz sei es maßgeblich zuzuschreiben, dass neben der philologischen Ausbildung auch deutsche Geschichte und die Entwicklungsgeschichte der Europäischen Union in den Lehrplan aufgenommen wurden.

Professor Kim (4. v. l.) zwischen Walter Klitz (Projektleiter Korea) und Dr. Baas
Der Erfolg habe ihm recht gegeben. Anders als an vielen anderen koreanischen Hochschulen, die ihre Germanistikabteilungen wegen rückläufiger Nachfrage hätten schließen müssen, habe sich die Zahl der Deutschlernenden an der Hanyang-Universität nahezu verdoppelt. Dazu hätten attraktive Zusatzangebote beigetragen, etwa das Fach Medienkultur, und natürlich auch das Austauschprogramm mit der Univerität Bayreuth.

Besonders hob Botschafter Baas auch die Zusammenarbeit der Hanyang-Universität mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hervor, eine Kooperation, die zum Aufbau des Zentrums für Kommunale Selbstverwaltung geführt habe. Diese Einrichtung habe in den vergangenen zwanzig Jahren einen substanziellen Beitrag zur Festigung demokratischer Strukturen und zum Ausbau der kommunalen Selbstverwaltung in Korea geleistet. Mehr als 10.000 Koreaner hätten bis dato an den Fortbildungsveranstaltungen des Zentrums teilgenommen. Viele der ehemaligen Teilnehmer wirkten heute als Entscheidungsträger und Multiplikatoren im Dienste der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

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