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Die Herkunft
Kindheit und Jugend
Studentenzeit
Rauhes Haus, Hamburg
Pfarrer in Langenberg
Heirat mit Magdalene Zimmermann
Tochter Liese
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Die Herkunft

Die Mutter
Der Vater
"Im Jahre 1858 gründete Friedrich Hugo Naumann seinen Hausstand mit Marie Agathe Ahlfeld. Sie war die Tochter des Leipziger Pfarrers Friedrich Ahlfeld, 1838 in Wörlitz geboren. Seit 1851 war ihr Vater Prediger an St. Nikolai. Ihr zweites Kind war Josef Friedrich, am 25. März 1860 in Störmthal geboren; ein Mädchen war bald nach der Geburt gestorben.“

..."Es wird wohl richtig sein, das Ahlfeldsche Erbe in Naumann stärker zu sehen als das väterliche.“

... „Die Kinderjahre in Störmthal waren Idylle.“

Die Grossmutter
Rosalie Ahlfeld (o.J.)
Der Grossvater
Friedrich Ahlfeld (o.J.)
..."Als 1868 der Vater Oberpfarrer in dem Städtchen Lichtenstein wurde, war es mit der Idylle zu Ende. Der Mehrzahl der dortigen Kirchengemeinde war ein Mann der schroffen Orthodoxie unerwünscht“.
...“Das Pfarrhaus in Lichtenstein steht im Schatten einer ziemlich klobigen Kirche. Das neue Oberpfarrer hatte das frühe Anliegen, den Bau zu erneuern ...“.





Ansicht von
Lichtenstein (o.J.)

...“Hier in Lichtenstein durfte der älteste Sohn die früh erwachte Lust am Zeichnen zum ersten mal praktisch erproben, indem er den baufrohen Vater die vorbereitenden Risse und Pläne fertigte.“


(In: Heuss, Theodor: Friedrich Naumann - Der Mann, das Werk, die Zeit. Stuttgart 1949)


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Kindheit und Jugend
Friedrich (Fritz)
und Johannes
(Hans) um 1874
...“1861 wurde im Störmthaler Pfarrhaus ein zweiter Sohn geboren, Johannes. Die beiden Brüder haben die ganze Schulzeit und Teile der Studentenjahre in völliger Gemeinschaft erlebt.“
..."Viele Kinder folgten; acht [Friedrich, Johannes, Dora, Margarethe, Paul, Marie, Martin, Hugo] sind herangewachsen, vier [Elisabeth, Otto, Martha und Gottfried] in den ersten Jahren gestorben.“

(In: Heuss, Theodor: Friedrich Naumann - Der Mann, das Werk, die Zeit. Stuttgart 1949)


Die Fürstenschule
St Afra in Meissen (o.J.)
...“Friedrich Naumann besuchte, nach Vorbereitung durch den Vater, ab 1874 zusammen mit seinem um 1 Jahr jüngeren Bruder Johannes (Hans) das Nikolai-Gymnasium in Leipzig. 2 Jahre später wurden beide in die Fürstenschule St. Afra in Meissen aufgenommen, an der Friedrich 1879 das Abitur bestand.“

(In: Friedrich-Naumann-Stiftung: Friedrich Naumann 1860-1919. Sankt Augustin 1985)

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Studentenzeit
Friedrich als Student
in Erlangen 1882
Friedrich als Student
in Leipzig 1880
"Am 22. März 1879, zu Kaisers Geburtstag, war die Entlassung der Abiturienten in der neuen Aula, die bei dieser Gelegenheit eingeweiht wurde. Ein gemeinsames Festessen vereinigte noch einmal die Schüler. Dann sagte man der Alma mater Lebewohl. Im Lichtensteiner Pfarrhaus aber rüstete man sich zum frohen Empfang der angehenden Studenten.“

(In: Naumann, Margarete: Friedrich Naumanns Kindheit und Jugend. Gotha 1928)

"Vor der Berufswahl hat Naumann in jener Zeit geschwankt. Ein Brief an die Eltern sagt einmal: „Es ist am Ende doch Mathematik mein Feld.“...“Was mich zur Theologie brachte, waren Wunsch und Tradition der Familie und lebendige Vorbilder, die ich vor Augen hatte.“
"Onkel Schmidt"
Studenten in Leipzig 1880
„Die Universitätsjahre Friedrich Naumanns kennen nur die Stationen Leipzig und Erlangen. Die fränkische Hochschule ist für seine theologische Ausbildung wichtiger gewesen als die heimatliche.“

(In: Heuss, Theodor: Friedrich Naumann - Der Mann, das Werk, die Zeit. Stuttgart 1949)

"Michaeli 1881 zog Fritz nach Erlangen.“ – „Fritz quartierte sich bei „Onkel Schmidt“ ein und dankte ihm dessen Gastfreundschaft dadurch, daß er den einsamen Mann, soviel es ging, mit in die studentische Jugend hereinzog.“

(In: Naumann, Margarete: Friedrich Naumanns Kindheit und Jugend. Gotha 1928)


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Studienbericht vom 27. Mai 1882 aus Erlangen an die Brüder des Theologischen Vereins in Leipzig. Naumann übt Kritik an den Leipziger Professoren und spricht mit Begeisterung von dem Erlanger Professor Frank.

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Rauhes Haus, Hamburg
Gruppenfoto von Johannes Wichern, Sohn von
Johann Heinrich Wichern, mit seinen Mitarbeitern,
F.Naumann ganz links am Tisch sitzend (1883/85)
„Nach dem 1. theologischen Examen 1882 ging Friedrich Naumann als „Oberhelfer“ an das „Rauhe Haus“ in Hamburg. Das „Rauhe Haus“ war ein Heim für verwaiste oder verwahrloste Kinder, eine Einrichtung der Inneren Mission, die von Johann Hinrich Wichern im Jahre 1833 gegründet wurde und nach dessen Tod von seinem Sohn Johannes weitergeführt wurde."

(In: Friedrich-Naumann-Stiftung: Friedrich Naumann 1860-1919. Sankt Augustin 1985)

„Eine verfallene Bauernhütte, von einer schönen großen Kastanie überschattet, war ihm damals von Syndikus Dr. Sieveking aus Hamburg überlassen worden. Dort hatte er mit seiner Frau und ein paar Zöglingen sein großes Werk begonnen.“

(In: Naumann, Margarete: Friedrich Naumanns Kindheit und Jugend. Gotha 1928)

„In einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Friedrich Naumann erst durch den 1888 erschienenen „Arbeiterkatechismus oder der wahre Sozialismus“. Hier geht der Same von Wicherns Geist auf.“

(In: Auer, Fritz: Persönlichkeiten, Heft IV: Friedrich Naumann. Charlottenburg 1908)


Abgedruckt in: "Die Christliche Welt"
vom 25. März 1920
Drei veröffentlichte Briefe F.Naumanns aus dem
Rauhen Haus an seine Eltern aus dem Jahr 1885.
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Pfarrer in Langenberg
Antrittspredigt in Langenberg
am 2. Mai 1886 (Handschrift)
"Nachdem Friedrich Naumann das Rauhe Haus verlassen hatte, übernahm er, noch sehr unter dem Einfluß von unsers Vaters Wünschen stehend, ein kleines Pfarramt im Dorfe Langenberg in Sachsen. Es brachte ihn außer mit den Bauern auch mit den Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Industrie in enge Berührung. Neue Arbeitsgebiete öffneten sich ihm und führten ihn in Probleme hinein, die sein weiteres Leben bestimmten."

(In: Naumann, Margarete: Friedrich Naumanns Kindheit und Jugend. Gotha 1928)

„... er holt ein altes, vergessenes Christspiel heraus, das Lößnitzer, bringt es in neue Form, läßt es drucken, das Pfarrhaus, in dem die neunzehnjährige Schwester Dora waltet, wird zur Kostümschneiderei, der Dichterpfarrer zum Regisseur...“

(In: Heuss, Theodor: Friedrich Naumann - Der Mann, das Werk, die Zeit. Stuttgart 1949)

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Heirat mit Magdalene Zimmermann
Verlobung F.Naumanns mit
Magdalene Zimmermann (1889)
„Seine Schwester Dora verließ den gemeinsam mit ihm geführten Haushalt, indem sie sich mit Martin Rade in Schönbach in Sachsen vermählte. Nun sah sich Friedrich Naumann, wie er scherzend einmal erzählte, „unter den Töchtern des Landes um, eine Frau zu finden". Und er fand sie in einem benachbarten Pfarrhaus zu Hohenstein-Ernstthal, bei dem ihm befreundeten Pastor Zimmermann.“

(In: Wenck, Martin: Friedrich Naumann. Ein Lebensbild. Berlin 1920)

„Josef Friedrich Naumann hat sich im Jahre 1889 verehelicht mit Magdalena Zimmermann [1859 – 1937].... Mit seiner Gattin lebt Naumann in stiller, einfacher Häuslichkeit.“

(In: Auer, Fritz: Persönlichkeiten, Heft IV: Friedrich Naumann. Charlottenburg 1908)


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Tochter Liese
Buntstiftzeichnung F.Naumanns (1903)


„Friedrich Naumann hatte eine Tochter, Elisabeth (Liese), geb. 19.4.1894, die er sehr liebte. Als er in späteren Jahren immer häufiger von zu Hause abwesend war, schickte er ihr von überall kurze Grüße, teilweise mehrere an einem Tag.“

(In: Friedrich-Naumann-Stiftung: Friedrich Naumann 1860-1919. Sankt Augustin 1985)


Letzte Karte an Liese vom 12. August 1919
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Karte aus Lyon vom 13. April 1908
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"Er liebt sein jetzt 13 jähriges Töchterchen über alles. Doch fehlt ihm der Sohn, der Stammhalter, und er leidet darunter.“

(In: Auer, Fritz: Persönlichkeiten, Heft IV: Friedrich Naumann. Charlottenburg 1908)

Liese 1906
Karte an Liese aus Schöneberg-
Berlin vom 04.08.1912
Liese am 19.12.1897
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