Dr. Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, legte am Grab von Friedrich Naumann auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof in Berlin-Schöneberg einen Kranz nieder. Begleitet wurde er dabei von Rolf Berndt, dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied der Stiftung.
Gerhardt erklärte vor seinem Besuch: „Die Stiftung bleibt dem Erbe Friedrich Naumanns verpflichtet. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass wir ihren Namen im vergangenen Jahr um den Zusatz ‚für die Freiheit’ ergänzt haben.“
Die Visite am Naumann-Grab ist zum einen Bestandteil einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen die Stiftung des 50. Jahrestags ihrer Gründung durch Theodor Heuss, den ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, gedenkt. Sie erinnert aber auch an die Aufnahme des Vorlesungsbetriebs an der „Staatsbürgerschule“ am Berliner Kronprinzenufer (heute Ludwig-Erhardt-Ufer) am 22. Mai 1918, eine Einrichtung, die auf eine Initiative Naumanns zurückgeht. Den ersten Vortrag nach der Eröffnung hielt Wilhelm Heile über „Die Verfassung und Verfassungsreform in Preußen-Deutschland“. Naumann selbst übernahm am 6. Juni den zweiten Vortrag.
In der Weimarer Republik wurde die Staatsbürgerschule in „Deutsche Hochschule für Politik“ umbenannt. Diese ging in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in der Freien Universität auf.
Friedrich Naumann war der erste Vorsitzende der im November 1918 gegründeten prorepublikanischen Deutschen Demokratischen Partei. Er starb am 24. August 1919 in Travemünde. Die Straße an der Westseite des Alten Zwölf-Apostel-Kirchhofs trägt heute seinen Namen.
Ein Foto von der Kranzniederlegung finden Sie zur freien Verwendung hier.
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